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Die Geschichte der Landwirtschaft [ Geschichte ]

Sie hat eine lange Geschichte, sie wurde durch jahrhundertelange Probleme, durch Nationalitäten-, Religions-, aber auch Verwaltungs- und politische Probleme gezeichnet.

Das Land litt unter den Machtinteressen der Bodenbesitzer, vernichtenden Kriegen, Epidemien, Plünderungen und grober Gewalt. Trotzdem, dass der Ansiedlung durch die tschechischen und deutschen Forscher grosse Anstrengungen gewidmet wurde, verbleibt vieles bisher ungeklärt und unterliegt oft Mutmassungen.

Die tiefen Wälder, die die Mehrheit des Kreises bedeckten, haben die Kolonisten am Anfang nicht sehr angelockt. In unserer Region wurde die tschechische Kolonisierung durch die Přemyslovcer schon im 12. und 13. Jahrhundert unterstützt. Die Abnahme der Bewohner in den tschechischen Dörfern und auch die Bemühungen, weiteren Landwirtschaftsboden zu gewinnen, führte die Přemyslovcer im 13. und. 14. Jahrhundert zur sogenannten deutschen Kolonisierung. Die herbeigerufenen Fremden roden die Wälder und gründen Dörfer, der Boden wurde ihnen in Feldern zugeteilt und die neu entstandenen Dörfer werden als Waldfelddörfer bezeichnet. Grosse Befugnis erhalten die Voigte, die Vertreter der Feudalen. Sie bekamen den meisten Boden, weiteren kauften sie sich und wurden somit zu freien und reichen Bauern. Bald kam es zwischen den Bauern und den Voigten zu schweren Streitigkeiten und später, auch trotz der Verteidigung des Adels, kam es zu ernsthaften Streitigkeiten zwischen Untertanen und Feudalen. Die deutschen Kolonisten setzten sich in den dünner gewordenen tschechischen Gemeinden fest. Manchmal verschwammen sie mit dem tschechischen Element, manchmal war dies umgekehrt, und in unserer Gemeinde war es der zweite Fall.
In den Fluren des Oderflusses gediehen alle Getreidearten, die Wiesen gaben genug Futter für das Vieh, in den Vorgebirgs- und Gebirgsgebieten des Oderlandes, wo die Böden steinig sind, lebten die Bauern viel bescheidener. Von den Getreidearten wurde Korn angebaut, und Hafer, ein Beitrag waren die Hülsenfrüchte und weitere Nahrung wurde in den Herrschaftswäldern gesucht. Der Boden wurde nach Feldflächen (Acker-acre) gemessen. Unsere Feldfläche hatte 30 Morgen, d.h. die heutigen 18 ha, der sogen. fransky war grösser - er hatte 36 Morgen, ungefähr 22 ha.Ganzfeld(acker)flächner gab es in der Gemeinde wenig. Die grösste Anzahl der Bauern hatte nur ein Halbes, eventuell ein Viertel Feld (Acker). Häusler und Gärtner bewirtschafteten nur ein Achtel Feld (Acker). Dafür hatten die Voigte grosse Güter, manchmal eineinhalb Acker (Felder) und grösser. Die Pflichten der Bauern gegenüber der Obrigkeit waren nach der Grösse des Anwesens bestimmt, regelmässig 4 x im Jahr geldliche und Naturalabgaben abzuführen. Viele unserer Feudalherren bekleideten hohe Ämter und beeinflussten die Politik des Landes. In der Region Fulnek waren es die Herren aus Lichtenburk, dann eine lange Zeit die Herren von Kravaře.

Im Oderland wechselten sich seit dem Weissen Berg (Bílá Hora) die Herren aus Šternberk ab, aus Liderov, die Herren aus Zvole, nach ihnen bis zum Jahr 1630 besassen die Herrschaft die Pražmove aus Tvorkov. Spálov-Land beherrschten bis zum Ständeaufstand die Herren aus Kunštát und die Podštater aus Prusínovic.

In der Zeit vor dem Weissen Berg wurde unser Land und unsere Landwirtschaft durch die Husittenkriege gezeichnet. Eine längere Zeit lang trafen die Heere der Husitten und ihrer katholischen Widersacher aufeinander. Im Jahr 1427 steckten die Husitten Nový Jičín in Brand und Odry verwandelten sie in ihren Stützpunkt mit ständiger Besatzung. Die Kriegsereignisse bedeuteten die Plünderung der Dörfer und bedeutende Verluste der Land-bevölkerung. Nach den Husittenkriegen begannen sich die Verhältnisse auch in unserer Region zu ändern. Einen der grössten Höfe errichtete im benachbarten Loučky in der Hälfte des 16. Jahrhunderts Tomáš aus Zvole. Dieser Zeitabschnitt wird als schlecht charakterisiert,
Jan aus Zvole (gestorben 1606) war ein "grausamer und böswilliger Herr.".

Auf der Oderherrschaft, wo sich bis zum Jahre 1630 das Geschlecht der Pražmer aus Bílkov hielt, kam es gleichfalls zu einem häufigen Wechsel der Obrigkeit. Die Besitzer waren die Herren aus Vitberk, Hodic, die Lichnover, während der Zeit der Aufhebung der Leibeigenschaft waren es die Herren Turstenberk. Der Rand der Region in Spalov-Land nach den Podstater aus Prusínovic wechselten sich in der Herrschaftder Güter die Breuner, Scherzer ab, die im Jahre 1717 Heltinov und die Zavišover aus Osenice gründeten.

Die Oderherrschaft wechselte ab dem Jahre 1864 - 1910 vier Besitzer. Im Jahr 1910 kaufte sie der letzte Feudalbesitzer "Graf Ondřej Potocki " Die Fulneker Region erhielt in der II. Hälfte des 19. Jahrhunderts auf kompliziertem Wege der Belgische König für seinen Sohn. Später erbten seine Töchter die Herrschaft. Spalov-Land besassen in der II. Hälfte des 19. Jahrhunderts eine bestimmte Zeit lang die Kinštiner, und die verkauften es im Jahre 1885 an Viktor Bauer-Chlumecký.

Diese Tatsachen wurden aus dem Buch "Sozialisierung der Landwirtschaft von Novojičín-Land" ermittelt, dies ist ein umfangreiches Buch, das alle Gemeinden des Kreises beschreibt, das Leben der Bevölkerung auf dem Land ab der Entstehung, die ständigen Wechsel der Herrschaften und des Eigentumsbesitzes, Kriege, Plünderungen und die Pflichten der Dorfbewohner gegenüber der Obrigkeit. Diese Auf-zählung ist sehr bescheiden und oft knüpft sie nicht an die Jahresreihenfolge an. Ich habe mich bemüht, nur Ausschnitte aus alten und vergangenen Zeiten zu beschreiben.

Der 2. Weltkrieg ging vorüber, in unserer Gemeinde wurde der Abschub der deutschen Bevölkerung durchgeführt, es verlief die Ansiedlung anderer Bürger, schon von tschechischer Nationalität, und es wird weiter Geschichte geschrieben - schon die Sozialisierung und Kollektivisierung auf dem Lande.

Im Jahr 1949 wird mit der Kollektivisierung und dem Aufbau der Grundlagen der sozialistischen landwirtschaftlichen Grossproduktion begonnen. In der Gemeinde Jakubčovice n/O, die unter den Kreis Vítkov fiel, wurde die LPG III. Types am 17.8.1953 gegründet, jedoch mit Hinsicht auf die persönlichen Streitigkeiten zwischen den Genossenschaftern kam es in den Sommermonaten des Jahres 1954 zum Zerfall der Genossenschaft. Die neue Gründung der LPG war keine einfache Angelegenheit, auch nicht in den umliegenden Gemeinden. Am Ende gelang es nach dreijähriger Pause wieder eine LPG zu gründen. Nur des Interesses wegen, im Jahr 1955 wurde die LPG Vlkovice gegründet, 1956 LPG Dobešov, l957 LPG Spálov und Jakubčovice n/O, 1958 LPG Luboměř. Die wirtschaftliche Situation hat sich dann bei den einzelnen Genossenschaften nach und nach verbessert. Es wurde Ordnung eingeführt in der Evidenz und die Fragen der Ökonomie gelöst.

Zur Sicherung der Produktion der landwirtschaftlichen Gross-produktion wurde das Ziel gesetzt, kleine LPGs in grössere Einheiten zusammenzufassen und damit die Produktionsmöglichkeiten zu erweitern, die Arbeitskräfte rationeller auszu-nutzen und die Mechanisierung durchzuführen.

Als erste schlossen sich im Jahr 1960 die LPGs Heřmánky, Klokočůvek, Loučky a Jakubčovice n/O in eine Genossenschaft zusammen unter der Bezeichnung LPG Jakubčovice n/O. Das Gesetz über die Mechanisierung der Landwirtschaft aus dem Jahr 1949 gab die Rechtsgrundlage zur Gründung von STS (MTS), diese wurde noch im gleichen Jahr in Vítkov gegründet. Weitere Zentren wurden in Fulnek, Kaménec, Loučky, Dobešov und Spálov gegründet. Diese waren voll mechanisiert und auf Anforderung halfen sie den LPGs aus, vom Pflügen bis zur Ernte des Getreides. In Übereinstimmung mit den Beschlüssen des XII. Parteitages der KPTsch errichtete die Regierung neue Organe der Landwirtschaft, und es wurden Kreis- und Bezirksverwaltungen gebildet, mit dem Ziel, die Tätigkeit und Bewirtschaftung in den einzelnen LPGs zu koordinieren und zu verbessern und neue Prozesse beim Wirtschaften einzuführen. Alle LPGs produzierten neben Getreide Kartoffeln, Raps, viele auch Zucker-rüben, und es gab faktisch keine Spezialisierung. In der Tierproduktion wurden Schweine und Geflügel gezüchtet. Unterschiedlich waren auch die Geldeinkommen, die jährlich zwischen 10-13 Tausend Kronen erreichten und als Grundlage wurden Arbeitseinheiten festgelegt. Die Landwirte sammelten die ersten eigenen Erfahrungen aus der Kooperation, aus den vereinten Kräften und Mitteln zur Lösung dringender Aufgaben. Auf der Tagesordnung standen die Hauptaufgaben, die Erhöhung der Produktion von Eiern, Fleisch, Milch. Die Investitionen wurden zur Lösung des gemeinsam eingestallten Viehs aufgewendet.
Es wurden Kuhställe zur gemeinsamen Einstallung von Milchkühen gebaut, Geflügelfarmen für 500-5000 Stck. Hennen, Schweineställe für Schweine mit einer Kapazität bis 400 Stck., Garagen und Mechanisierungswerkstätten, Objekte für die Lagerung von Volumenfutter und anderes. Die Mehrzahl der LPGs haben diese Hilfe voll ausgenutzt und gingen mit Interesse zu einem umfangreichen Aufbau über. Es galt, wer früher kam, entwickelte den Aufbau schneller, wer zögerte und lange wagte - blieb zurück. Im Jahr 1972 begann man im Kreis mit dem Bau von eingeschössigen Grosskapazitätshallen für die Haltung von Legehühnern und Zentren für Kückenbruteinrichtungen in Jakubčovice.

Im Jahr 1968 wurden in unserem Kreis 10 Kooperationkomplexe gebildet, es kam zu einer bestimmten Annäherung und zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen den einzelnen LPGs und den zentral geleiteten Unternehmen, als auch zur Vertiefung der Kooperations-beziehungen. Der Kreis Nový Jičín wurde so unterteilt, Kooperationsbereich Nr. 1: LPG Dobešov. Jakubčovice n/O, Heřmanice bei Odra, Kaménka, Luboměř, Spálov usw.

Im Jahr 1975 entstanden neue ökonomische Komplexe und so hat sich die LPG Jakubčovice im Jahr 1976 an den neu entstandenen ökonomischen Komplex LPG Oderbereich mit Sitz in Odry angeschlossen. In Jakubčovice n/O verblieb das Zentrum der schweren Mechanisierung, die Getreidereinigungsmaschine und der eingerichtete Kuhstall. Die allmähliche Bildung von ökonomischen Komplexen entstand ab ca. 60 Genossenschaften bis zum Ende der 90iger Jahre. In dieser Zeit gab es schon 16 ökono-mische Komplexe. Ab dem Jahr 1992 ändert der ökonomische Komplex die Bezeichnung in ZD Odersko, ab 1.7.1998 hat er die Bezeichnung Agro Odersko.

Dieser Zustand dauerte mit wechselnd erfolgreichen Jahren mit grossen Bauarbeiten des ökonomischen Komplexes und guten Ergebnissen bis zum Jahr 1992, als dieser ökonomische Komplex die Bezeichnung in ZD Odersko änderte. Ab 1.7.1998 trägt er die Bezeichnung Agro Odersko a.s. In der Zwischenzeit kam ZD Odersko in Schwierigkeiten und jetzt, ab 26.1.2000 befindet er sich in Liquidation.

Ab 1.10.2000 wurden die Vermögen den Landwirten zurückgegeben, jetzt sind sie in ihrem Besitz. Viele Eigentümer haben diese Grundstücke zur Nutzung an eine Genossenschaft vermietet, deren Bezeichnung Zemědělská a.s. (Landwirtschaftliche AG) Spálov ist.

Und so begann und langsam mit ihm die Landwirtschaft in unserer Gemeinde, wir hoffen fest, dass sich der gegenwärtige Zustand der Landwirtschaft ändert.

Skalka Josef (entnommen aus der Geschichte des Kreises Novýjičín-Land)

PLAZIERUNG

WEITERE INFORMATIONEN: http://JakubcoviceNadOdrou.cz
Satzart: Geschichte
DATENAKTUALISIERUNG: Ivana Náplavová org. 56, 01.12.2003 v 16:06 hodin

KRÁLOVSTVÍ PERNÍKU, z. s.
V Perníkové chaloupce č. p. 38
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